Die Realität des Hungers in der Welt

Jeder sechste Mensch auf der Welt leidet unter Hunger und Unterernährung. Das sind insgesamt 100 Millionen Menschen mehr als im Jahr 2008.

 

Die meisten unterernährten und hungernden Menschen leben in Entwicklungsländern, die Mehrheit von ihnen (642 Millionen) in Asien und in der Pazifik-Region. 15 Millionen betroffene Menschen leben in den Industriestaaten.

 

Jedes Jahr sterben etwa 8,8 Millionen Menschen, hauptsächlich Kinder, an Hunger, was einem Todesfall alle 3 Sekunden entspricht (Stand 2007).

 

Not und Hunger werden in vielen Fällen von den Menschen selbst verursacht durch:

* Nord/Süd-Gefälle, Ausbeutung der Kolonien (Monokultur, ...)

* Die Struktur der Weltwirtschaft – Kampf um die Bodenschätze/Schutzzölle ...

* Korruption und Verschuldung der Staaten – Ausgaben für Waffen, Kriege

* Strukturen und Gewohnheiten der Kulturen – Diktatoren und Familienclans/Kriege
   Konkretes Beispiel: Wirtschaftspolitik des Landes Ecuador: Rohöl 20 Dollar und
   jetzt 60.

 

Die Verschuldung der Entwicklungsländer hat im Jahr 1970  70 Milliarden Dollar betragen.

Heute ist die Verschuldung auf das 40fache, auf (2.800 Milliarden Dollar) gestiegen

 

Positiv: Erstmals seit 1990 ist die Zahl der Armen in Lateinamerika um 13 Mill. Menschen gesunken. Zwar bleibt der Armenanteil mit 40 % von 530 Millionen Gesamtbevölkerung. 213 Millionen Lateinamerikaner gelten als arm, davon gelten 88 Millionen als extrem arm.

 

Armut und Behinderung: 80 % aller Behinderten (rund 500 Millionen Menschen) leben in den Entwicklungsländern, darunter 45 Millionen Kinder. Durch Armut und Behinderung werden den Betroffenen und deren Angehörigen grundlegende Menschenrechte vorenthalten.

In den Armutsgebieten dieser Welt ist man als Behinderter chancenlos.

 

(red)

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